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Massivholzbau nach Maß: EuRegio Dialog bei Holzbau Koch

Die zweite Veranstaltung im diesjährigen EuRegio Dialog-Zyklus führte am 18. September 2014 zur Firma Holzbau Koch GmbH in Ainring im Landkreis Berchtesgadener Land, einem etablierten regionalen Handwerksbetrieb im EuRegio-Raum.

Die Firma Holzbau Koch wurde 1953 als Bauschreinerei gegründet und hat sich mittlerweile auf den Bau von Massivholzhäusern spezialisiert, u.a. auch mit einer eigenen modernen CNC-Anlage zur Fertigung der MassivHolzWände. So werden jährlich mit etwa 30 Mitarbeitern über 60 Massiv-holzhäuser errichtet, je zur Hälfte in Eigenregie und in Lohnfertigung. „Dabei verstehen wir uns als regionaler Handwerksbetrieb, der auf alle Kundenwünsche gezielt eingehen kann und dem kein Auftrag zu klein oder zu groß ist.“, so Geschäftsführer Herbert Koch jun.. Egal, ob Ausbauhaus oder schlüsselfertiges Bauen, für Koch ist bei allen Vorhaben die regionale Verbundenheit wichtig. So wird auch das Holz, immerhin viele tausend Kubikmeter pro Jahr, von regionalen Sägewerken im Umkreis von etwa 100 km bezogen. Und auch die Sägewerke ihrerseits erhalten das Holz von regionalen Forstbetrieben.

Einleitend hatte Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger die Gäste in seinem Grußwort über die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde informiert, die insbesondere auch von der grenzübergreifenden Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Wals-Siezenheim im Rahmen der EuRegio geprägt sind. Diese Zusammenarbeit reicht vom Saalachsteg in Hammerau über den Anschluss Ainrings an das Abwassersystem in Wals bis zur gemeinsamen Aufführung von Theaterstücken und trägt so mit zur Attraktivität des Standorts Ainring bei.

Im Vortrag „Nachhaltigkeit des Produktes Holz“ erläuterte Bauingenieur Michael Mayer, das Holz als Baustoff auch eine ganz wichtige Rolle im Klimakreislauf hat, da einerseits das im Holz ge-bundene CO2 nicht freigesetzt wird und somit auch nicht zur Klimaerwärmung beiträgt, andererseits der Holzverbrauch im Sinne der Nachhaltigkeit immer auch eine neuerliche Aufforstung erfordert, über die dann wieder weiteres CO2 gebunden werden kann. Dies funktioniere in Deutschland und Österreich schon sehr gut, so Mayer, weltweit gesehen ist der Trend aber leider negativ. So hat sich etwa die Waldfläche auf der Erde von etwa 10 Milliarden Hektar im Jahr 1950 bis heute halbiert. Das widerspräche auf der Nachhaltigkeitsphilosophie von Hans Carl von Carlowitz, der schon 1713 erkannt und formuliert hatte, dass das Holz, das dem Wald entnommen wird mindestens in gleichem Umfang wieder nachgepflanzt werden müsse.

Im Zuge der Betriebsbesichtigung, bei der die Produktion der Massivholzhäuser von der Holzanlieferung bis zum Abtransport der Bauelemente verfolgt wurde, erläuterten Geschäftsführer Koch und Seniorchef Herbert Koch sen. den Gästen noch viele Detailfragen. So beträgt die Produktionszeit eines Einfamilienhauses etwa vier Tage und in weiteren zwei Tagen ist es dann aufgebaut, einschließlich Dachdeckung. Ein zentraler Punkt ist immer auch die Frage des Brandschutzes. Hierfür müssen die Bauelemente in regelmäßigen Abständen in einer zentralen Prüfanstalt „angezündet“ werden. „Aber auch hier versuchen wir, immer einen Tick besser als eigentlich notwendig zu sein.“, so Koch jun.

Kontakt

Holzbau Koch GmbH
Am Sonnwiesgraben 5
83404 Ainring

Tel: +49 8654 4840-0
Fax: +49 8654 48 40-40

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